Rhätische Bahn

Die Rhätische Bahn (RhB) (italienisch Ferrovia retica, rätoromanisch Viafier retica) ist ein Eisenbahnverkehrs- und Eisenbahninfrastrukturunternehmen in der Schweiz. Die Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Chur. Das Streckennetz liegt überwiegend im Kanton Graubünden, ein kleiner Teil auch in Italien. Von Misox aus bestand früher auch eine Strecke ins Tessin.

Der Name geht auf die frühere römische Provinz Raetia zurück. Dieser wurde im 18. Jahrhundert auch für den Freistaat der drei Bünde verwendet, deren größter Teil 1799 im helvetischen Kanton Rätien aufging. Mit der Mediationsakte Bonapartes erfolgte 1803 die Umbenennung Rätiens in Graubünden.

Die RhB verfügt über ein meterspuriges Schmalspurnetz mit einer Länge von 384 Kilometern, welches in Disentis/Mustér an das ebenfalls meterspurige Netz der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) anschliesst.

Bekannteste RhB-Strecken sind die Albula- und Berninabahn, die seit Juli 2008 zum UNESCO-Welterbe zählen.